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Der beste Witz Finnlands.

Ein finnisches und ein japanisches Unternehmen beschlossen, jährlich einen Ruderwettbewerb zu veranstalten. In den Booten saßen jeweils acht Mann. Beide Teams trainierten hart und lang. Als der Tag des Wettrennens kam, waren beide Teams laut eigener Einschätzung in Topform.

Die Japaner gewannen mit einem Kilometer Vorsprung.

Nach der Niederlage waren die Finnen niedergeschlagen. Die Führung der Firma beschloss aber, dass aus Imagegründen die Mannschaft im nächsten Jahr das Rennen unbedingt gewinnen musste. Sie setzten eine Projektgruppe ein, um das Problem zu lösen.

Nach langen und zeitaufwändigen Analysen stellte die Projektgruppe fest, dass die Japaner sieben Ruderer und einen Steuermann hatten, die Finnen hingegen einen Ruderer und sieben Steuermänner.

In dieser Krisensituation zeigte die Unternehmensleitung erhebliches Handlungspotenzial. Es wurde entschieden, externe Berater anzustellen, um die Zusammensetzung des eigenen Teams zu durchleuchten.

Nach etlichen Monaten an harter und kostspieliger Arbeit kamen die Experten zum Ergebnis, dass im Team zu viele Steuermänner saßen und zu wenig Ruderer.

Gemäß dem Abschlussbericht der Expertenkommission machte die Unternehmensführung sofortige Änderungen in der Team-Zusammensetzung. Jetzt waren im Team vier Steuermänner, zwei Obersteuermänner, ein Teamleiter und der Ruderer. Zusätzlich wurde ein Bonus-System zur Motivation des Ruderers entwickelt.

“Wir müssen seine Arbeitsbeschreibung erweitern und ihm mehr Verantwortung geben.”, hieß es.

Im nächsten Jahr gewannen die Japaner mit zwei Kilometern Vorsprung.

Die finnische Mannschaft entließ den Ruderer aufgrund seiner schlechten Arbeitsleistung. Das Unternehmen zahlte aber der Unternehmensführung den Bonus wegen ihrer zahlreichen Bemühungen, das Ergebnis zu verbessern.

Für das nächste Jahr entwickeln die Finnen jetzt ein neues Boot.

(aus dem Finnischen: http://www.iltalehti.fi/uutiset/2014040818197687_uu.shtml)

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Spaziergang im März

Plötzlicher Richtungswechsel

strenger Nachtwind
eingefrorene Gesichtszüge
Lebenslagen
Lebenslügen

Nächste Biegung
wieder Richtungswechsel
wohltuende Stille
Horizonte
Leben

Plötzlicher Richtungswechsel
strenger Nachtwind
eingefrorene Gesichtszüge
lange Gerade
Starrsinn
Leere

Nächste Biegung
wieder Richtungswechsel

oben Ankunft
eine Weile verbleiben

und wieder nach Hause.

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Frieden

Wenn nach dem Sturm
der sinnlosen Gewalt
die leere träge ölige
See der Stille kommt

die hilflosen kleinen
kranken und hageren
gebrochenen Gestalten beginnen,
mühsam die Trümmer aufzulesen,

zusammenzukratzen ihre wenige Habe;

wenn die Menschen verstehen
was wurde zerstört
wer wurde verletzt
was wird nie wieder sein,

wer dabei starb – und niemals wiederkommt;

wenn der Wahn vergangen
die Leidenschaft gestorben
die Glut erloschen
das Feuer endgültig ausgebrannt,

wenn Reue machtlos ist
im Angesicht der Vernichtung,
der Wut der Zerstörung,
dem dumpfen Poltern
des fanatischen Kriegs

dann erst
werden wir wieder gelernt haben

was Leben für ein Wert ist,
was Frieden für ein Schatz,
was Liebe für eine Kraft,
was Zeit für eine Freude;

erst wenn die geballt hämmernden Fäuste
schlaff und taumelnd herunterhängen
und sich langsam öffnen
zu hilflos bettelnden Handschalen,

erst wenn trübe traurige Augen bitten
anstelle des Hasses Glanzes Befehl,
wenn kleine heiße beißende Tränen
das dumpfe Gelächter der Sieger ersetzen;

wenn Bilder des Diktators mit Füßen getreten,
goldene Paläste geschändet,
Fürstenröcke und Hoheitszeichen zerschnitten,
am Boden in zahllosen bunten Fetzen liegen,

erst wenn Freiheit, Demut und Wille regieren,
die Rechte des einfachen Ich;
das Kleine wieder zum Großen wird,
das Glück zum Ziele der Macht,

dann wird wieder Frieden sein
in dieser grausamen Welt.

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Dezembernacht mit Wind

19.12.13 Donnerstag, 3.30 Uhr Ich gehe in den Weinbergen mit den Hunden, plötzlich strömt ein warmer Wind den Berg herunter. Ein warmer Wind bei minus drei Grad?, dachte ich. Er riecht nach etwas, was ich noch nie gerochen habe. Erde, Sand, Zitronenduft, eine Brise Mandelblüte. Es ist Winter, ich verstehe nicht. Ich gehe seit Jahrzehnten diesen Weg, jede Nacht – und niemals zuvor habe ich diesen Wind gerochen. Ein neuer Wind, ein neuer Duft, ein Geruch so fremd, so neu, so aufregend. Ich fühle mich erinnert – an Erinnerungen jenseits meines verdorrten Bewusstseins. Ich fühle mich überrascht. Ich fühle mich glücklich! Schließlich hatte ich kurz vor Weihnachten, mitte vierzig, in einer Dezembernacht mit leichtem Nachtfrost, nichts Neues erwartet. Wie ich meinem Leben nichts mehr erwartet habe. Und plötzlich weht dieser leise, kurze Windstoß meine Lethargie davon, plötzlich sind wieder Optionen erkennbar, plötzlich entsteht in mir etwas Hoffnung! Er hat mich ver-rückt, verschoben, deplatziert. Ein Hauch von Zedernholz, Meer und würzige Süße war in diesem seltsamen, magischen Wind. Ein Hauch von Mutter-Erde. Ein Hauch von Liebe. Es war ein Wind wie Du, Unbekannte.

Lochmanns Blog jetzt hier

In eigener Sache: Meine politischen Artikel, die vormals bei der FDP-BW gepostet waren, sind jetzt hier zu finden. Einfach mal in den Kategorien oder im Archiv stöbern. Lochmanns Blog gab es von 2007-2013. Es waren um die 250 Einträge darin. Weil ich aber nicht genügend Zeit habe, mehrere Blogs zu betreuen, sammle ich alle meine Blogs nach und nach auf dieser Seite. Grüße, Markus

Kostenlose Hörbücher zur Bundestagswahl

Der Spätsommer steht bei vorleser.net ganz im Zeichen der kommenden Bundestagswahl am 22. September. Zu hören gibt es neben politischer Lyrik von Heine, Voß, Ringelnatz und Tucholsky auch Auszüge aus Rousseaus politischem Hauptwerk „Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes“ und Macchiavellis Analyse “Mensch und Staat”.

aus dem vorleser.net Newsletter

Gastbeitrag: Warum den Experten glauben, wenn Experten nichts wissen?

mit freundlicher Genehmigung von Paul Lillrank, Professor an der Helsinki University of Technology, erschienen im Blog von “Suomen Kuvalehti” am 24.6.2012. Aus dem Finnischen.

Warum den Experten glauben, wenn Experten nichts wissen? 

“Das Gesundheitsamt befiehlt den Bürgern, keine Butter zu essen, weil es die Wissenschaft so sagt. Low Carb-Fans glauben das nicht, weil die Freunde auf Facebook etwas anderes erzählen.

Ökonomen glaubt man nicht, weil sie die Finanzkrise nicht voraussagen konnten. Und sie können jetzt auch nicht sagen, was die Griechen-Pleite dem Euro oder der EU antäte.

All die Bücher über die Geheimnisse hinter dem Erfolg von Nokia sind Makulatur, weil dieselben Geheimnisse das Scheitern des Unternehmens erklären. Psychiater wissen nicht, ob ein Massenmörder krank ist – geschweige denn, ob es für ihn eine adäquate Behandlung gibt.

Wenn die Experten nicht wissen, warum müssen sie dann Macht und Autorität haben?

Ein Experte muss Dinge wissen. Aber er muss auch Theorien und Verfahren beherrschen. Eine Theorie ist ein wahrer Satz der Form: “Wenn Du A in der Situation B machst, passiert C mit der Wahrscheinlichkeit p”.

Die Theorie ist stark, wenn immer und unter allen Bedingungen aus A C folgt. Auf ihrer Grundlage kann man dann prognostizieren, planen und steuern.

Wenn die Wahrscheinlichkeit sich der eines Münzwurfs nähert, hat die Theorie keine Prognosekraft. Sie kann helfen, Probleme zu formulieren, verstehen und analysieren – aber sie führt zu keinem Ergebnis.

Naturwissenschaftliche Theorien sind stark. In den Sozialwissenschaften hat man es nicht geschafft, starke Theorien zu bilden – trotz aller intensivsten Bemühungen, solche zu formulieren. In sozialen Interaktionen sind A, B und C schwierig zu definieren und zu messen. Wenn man etwas nicht definieren kann, kann man es nicht messen, wenn man es nicht messen kann, kann man es nicht steuern. Ohne Steuerung sind die Folgen zufällig.

Ein seltenes Ereignis, wie z.B. eine Gewalttat oder eine Finanzkrise, kann man im Nachhinein mit einer Geschichte erklären. Aber selbst wenn die Darstellung treffend wäre, würde sie nicht zum Prognostizieren oder zur Prävention taugen – weil beim nächsten Mal wieder andere Bedingungen gelten. Man kann Symptome lindern, aber die Krankheit nicht heilen, ohne die Ursache zu kennen.

Wenn A dann B oder vielleicht C

Volksgesundheitliche Theorien sind bestenfalls vom Typ “wenn Du zehn Jahre lang höchstens sechs Stück dunkle Schokolade pro Woche isst, sinkt Deine Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu erkranken um x Prozent.” Ein Ökonom kann sagen: “Wenn die Zinsen sinken, müsste die Investitionswilligkeit steigen”. Eine Führungstheorie kann voraussagen: “Wenn im Aufsichtsrat deines Unternehmens ein Drittel Frauen sitzt, wirst Du mit der Wahrscheinlichkeit y ein besseres Ergebnis erzielen als Deine Branche im Durchschnitt.”

Entscheider brauchen Wahrscheinlichkeitsverteilungen, um allgemeine Prinzipien und Empfehlungen zu formulieren. Individuen und Unternehmen möchten sachverständigen Rat für ihre eigenen Situationen. Ein mit einer wackeligen Theorie ausgestatetter Experte kann nur sagen, dass etwas normalerweise so ist, aber dass es in dieser Situation auch anders sein kann. Die Verantwortung liegt beim Hörer. Der Experte übernimmt sie nicht.

In den sozialen Medien ist es einfach, Menschen zu finden, die in der selben Situation sind; die erzählen können, aus welchem A welches C folgte. In Netzwerken gestärkte Menschen greifen die Autorität der Experten an. Expertenorganisationen geraten in Krisen.

Sie spüren den Druck zu fusionieren, damit sie zu groß werden, um falsch zu liegen. Vernetzte Menschen kann man nicht so einfach herumkommandieren wie vereinsamte – daher widmen sich die Experten zunehmend gesellschaftlichen Rändern.

Die Europäische Finanzkrise löst man nicht mit Beleben oder Sparen. Wachstum erfordert die Beseitigung von Hindernissen wirtschaftlicher Tätigkeit. Wackelige Expertenmacht könnte man verringern, um die Bürger zu stärken.”

Original-Artikel unter http://suomenkuvalehti.fi/blogit/nurkanvaltaaja/miksi-uskoa-asiantuntijaa-kun-asiantuntija-ei-tieda

Die Zehn Gebote eines Liberalen.

Bertrand Russell: Ein liberaler Dekalog

Bertrand Russells liberaler Dekalog erschien erstmals am Ende seines Artikels “Die beste Antwort auf Fanatismus: Liberalismus” im New York Times Magazine am 16. Dezember 1951. Russell schrieb:

Die Essenz der liberalen Einstellung könnte sich vielleicht in einem neuen Dekalog zusammenfassen, nicht um den alten zu ersetzen, sondern nur um ihn zu ergänzen. Die Zehn Gebote, die ich als Lehrer zu verkünden wünschte, könnten wie folgt lauten:

  1. Fühle dich keiner Sache völlig gewiss.
  2. Trachte nicht danach, Fakten zu verheimlichen, denn sie kommen eines Tages bestimmt ans Licht.
  3. Versuche niemals, jemanden am selbständigen Denken zu hindern; es könnte dir gelingen.
  4. Wenn dir jemand widerspricht, und sei es dein Ehegatte oder dein Kind, bemühe dich, ihm mit Argumenten zu begegnen und nicht mit der Autorität, denn ein Sieg durch Autorität ist unrealistisch und illusionär.
  5. Habe keinen Respekt vor der Autorität anderer, denn es gibt in jedem Falle auch Autoritäten, die anderer Ansicht sind.
  6. Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hältst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich.
  7. Fürchte dich nicht davor, exzentrische Meinungen zu vertreten; jede heute gängige Meinung war einmal exzentrisch.
  8. Freue dich mehr über intelligenten Widerspruch als über passive Zustimmung; denn wenn die Intelligenz so viel wert ist, wie sie dir wert sein sollte, dann liegt im Widerspruch eine tiefere Zustimmung.
  9. Halte dich an die Wahrheit auch dann, wenn sie nicht ins Konzept passt; denn es passt noch viel weniger ins Konzept, wenn du versuchst, sie zu verbergen.
  10. Neide denen nicht das Glück, die in einem Narrenparadies leben; denn nur ein Narr kann das für ein Glück halten.

(gefunden u.a. hier und hier)

Mehr über einen meiner Lieblingsphilosophen und Mit-Agnostiker Bertrand Russell hier (dt.) und hier (engl.))

 

ESM – aber richtig!

Als Doppelstaatler zweier AAA-gerateten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mache ich mir ernsthaft Sorgen um unser, um mein Europa. Mehr noch als andere definieren wir „Mischlinge“ uns mit diesem Kontinent – denn unsere Heimat ist kein Nationalstaat, keine einzelne Region. Unsere Heimat ist ein Kulturkreis, eine Ideen- und Völkergemeinschaft. Unsere Heimat ist ein Wertegefüge, ein Lebensstil, eine Erfahrungsgemeinschaft und ein Denkmodell. Unsere Heimat ist Freiheit, Wohlstand, Sicherheit und Toleranz. Unsere Heimat ist Aufklärung, Säkularisierung und Herrschaft des abstrakten Rechts. Unsere Heimat ist Europa, ein Europa dessen Manifestierung in Organisationen derzeit noch sehr rudimentär und mangelhaft ist – welches aber skizzenhaft schon in den Köpfen der Menschen dieses Kontinents existiert.

Und nun die Sorge um unsere gemeinsame Währung. Ja, da wurden Fehler gemacht. Ja, die Griechen waren viel zu früh dabei. Aber andererseits – wäre die aus den USA ausgehende Wirtschaftskrise 2008 nicht gekommen – hätte es ja auch durchaus gut gehen können. Und kein Hahn hätte nach den “bösen” Griechen gekräht.

Und jetzt? Wir müssen unsere gemeinsame Welt-Zweitwährung retten. Wir müssen Institutionen schaffen, Verträge ändern, gemachte Fehler in der Zukunft verhindern. Aber bei all diesem Tun dürfen wir die europäischen Erfahrungen der letzten 300 Jahre nicht vergessen. Bei aller Hektik müssen die mühsam in blutigen Revolutionen errungenen Werte unserer Ideengemeinschaft in unseren Entscheidungen stark verankert sein. In all unseren Konstruktionen und Staatsgebilden müssen immer die negativsten aller Möglichkeiten, manche würden sagen die menschlichsten, bedacht werden.

Genau das tut der vorliegende Entwurf zum ESM nicht.

Wie also sollen wir nun einen dauerhaften Stabilitätsmechanismus in der Euro-Zone einrichten? Nun, erstmal ist klar, dass eine solche Einrichtung genügend Kapital haben muss, um an den Finanzmärkten effizient agieren zu können. Da reden wir von Summen eine Billion Euro und aufwärts. Dieses Geld steht den Mitgliedsstaaten in ihren Haushalten nicht mehr zur Verfügung – auch das muss klar sein. Der ESM kann seinerseits nicht auf neuen Staatsschulden aufgebaut werden. Das wäre geradezu absurd.

Es gibt ja diesen unsäglichen Entwurf zum ESM. (z.B. hier http://www.youblisher.com/p/157438-ENTWURF-FUR-EINEN-VERTRAG-ZUR-EINRICHTUNG-DES-EUROPAISCHEN-STABILITATSMECHANISMUS-ESM/) In diesem wird skizziert, wie eine solche supranationale Behörde aussehen könnte.

Dieser Entwurf ist vollkommen untauglich! Hier wird eine übernationale Instanz geschaffen die außerhalb jeder gerichtlichen, rechtlichen und parlamentarischen Kontrolle agieren kann. Mehr noch: Das Personal wird undemokratisch ernannt, ihm wird Immunität garantiert, und jede Verantwortlichkeit für ihr Handeln abgenommen. Also genau das Gegenteil von dem, was wir brauchen! Wir brauchen direkte Bürgerbeteiligung, Offenheit und Transparenz in Europa! Und keine weiteren Kungel-Runden.

Die Unzulänglichkeiten des gegenwärtigen ESM-Entwurfs sind so gravierend, dass er meines Erachtens nach gegen unser Grundgesetz verstößt – zum Einen, weil die Ewigkeitsgarantie nach Art 79. verletzt wird – zum Anderen der Schutz des Eigentums nach Art. 14 GG.

Mindestens sind bei der Errichtung des ESM meiner Ansicht nach folgende Punkte einzuhalten – wenn man denn den ESM als demokratisch legitimiertes Gremium installieren will. Es wäre verheerend für das zukünftige, enger vernetzte Europa, wenn schon am Beginn der Entwicklung ein autoritäres, unkontrollierbares Bürokraten-Monster stünde!

Also, hier meine 10 Punkte für einen besseren ESM:

  1. Kontrolle des ESM durch das EU-Parlament. Der ESM ist öffentlich-rechtliche Einrichtung und seine Sitzungsprotokolle sind öffentlich zu machen. (sachliches Transparenzgebot)
  2. Keine Immunitäten! Verklagbarkeit des ESM als Organ vor dem EuGH.
  3. Persönliche Haftung der Bürokraten, vor allem Verklagbarkeit der Führung des ESM.
  4. Keine unbegrenzten Nachschußpflichten in den ESM. Es muss eine Deckelung in den Vertrag geschrieben werden. (Bsp. 10% des BIP)
  5. Externe, unabhängige Kontrolle der Jahresabschlüsse und Rechnungslegung des ESM. (materielles Transparenzgebot)
  6. Gehälter und Boni des ESM müssen öffentlich im EU-Parlament verhandelt werden. Wahlen der Führung, keine Ernennungen nach Gutdünken. (personelles  Transparenzgebot)
  7. Der ESM muss mindestens den allgemeinen Rechtsgrundsätzen (Treu und Glauben) des Handelsgesetzbuches (bzw. des Aktienrechts) genügen.
  8. Für die Notwendigkeit des ESM muss ein Kontrollgremium (Parlamentsausschuss) da sein. Wenn dies feststellt, dass der ESM nicht (mehr) benötigt wird, abschaffen. Der ESM muss sich regelmäßig rechtfertigen. Nicht umgekehrt!
  9. Alle Ämter im ESM müssen dem Rotationsprinzip folgen und sind zeitlich zu begrenzen. Nur dies beugt Filz und Korruption effektiv vor. (zeitliches Transparenzgebot)
  10. Der ESM-Vorstand hat einen Eid auf die Verfassung (EU-Verträge) zu leisten.

Wenn diese Punkte nicht eingeführt werden, und der im Raume stehende Entwurf einfach durchgewinkt wird, passieren folgende Dinge:

  • nach Artikel 23 ESM-Vertragsentwurf genehmigt der ESM seine Jahresabschlüsse selbst. Das ohne jede gesetzliche Kontrolle.
  • nach Artikel 22 ESM-Vertragsentwurf genehmigt der ESM seinen Haushalt selbst.
  • nach Artikel 21 ESM-Vertragsentwurf kann der ESM beliebig Verluste machen und diese unbegrenzt durch Mitgliedsstaaten decken lassen.
  • die an den ESM überwiesenen Gelder können durch keine Regierung  zurückgeklagt werden. Das Personal nicht belangt, auch bei Korruption oder grober Pflichtverletzung nicht.
  • konkret heißt ESM: Wir transferieren 700 1600 Mrd. € außerhalb jeglicher gerichtlicher Kontrolle. Einschließlich unbeschränkter Nachschußpflicht.

Wir gründen also eine Behörde, die sich beliebig aus den Haushalten der Mitgliedsstaaten bedienen kann – deren Verluste die Staaten ohne Mitspracherecht oder Klagemöglichkeit zu tragen haben – die ihren eigenen Haushalt erstellt, ihre Rechnungslegung selbst macht und kontrolliert, deren Personal weder Steuer- noch Rechenschaftspflichtig gegenüber irgend jemandem ist…

Wer es zulässt, dass man so eine Instanz, die geradezu eine Einladung zur Selbstbereicherung ist; zur Bestechlichkeit und Korruption, zulässt, handelt zumindest grob fahrlässig, was das Wohl des deutschen Volkes angeht.

Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die Unzulänglichkeiten des Entwurfs niemanden persönlich treffen. Es sind immer die institutionellen Rahmenbedingungen, die den menschlichen Charakter in seinen Eigenschaften beeinflussen. “Willst Du den Charakter eines Menschen beurteilen, so gib ihm Macht”, geht das Sprichwort. Systeme, die in der Lage sind zu lernen, von der Person zu abstrahieren – werden das in ihren Satzungen berücksichtigen. Gerade die Gesellschaften Europas mit ihren Diktatur-Erfahrungen sollten dies verstanden haben.*

Es ist richtig, dass man eine Behörde wie den ESM vor dem juristischen Zugriff einzelner Mitgliedsstaaten schützen muss. Aber das bedeutet doch nicht, dass man die ESM-Führung von jeglicher gerichtlicher Kontrolle befreit! Wozu gibt es denn den internationalen Staatsgerichtshof, oder das internationale Strafgericht?

Nein! Wir brauchen eine Kultur der „checks and balances“ – des Ausgleichs und der Kontrolle. Gerade dort, wo es um die Stabilität der Währung und um unser aller Geld geht, darf die vermeintliche Pragmatik in der Schnelle des Augenblicks nicht über die grundlegenden Werte unserer Demokratien gelegt werden – auch wenn es dem gegenwärtig herrschenden Polit-Establishment noch so opportun sein mag.

ESM – ja bitte. Aber richtig.

 

*dazu gibt es irgendwann vielleicht nochmal eine Abhandlung von mir zur “Abstraktions-These”. So das Leben denn will. Und ich die Zeit / das Geld dazu habe, sie zu verfassen.

Wenn der Apple-Chef zurücktritt – oder wie eine Meldung (nicht) um die Welt geht.

Wie gut werden Sie informiert?

Es ist Mittwoch Abend, nein, früher Donnerstagmorgen. 0.38 Uhr. Ich surfe durch meine Lieblings-Nachrichtensites um mir meinen letzten Shot für heute zu holen. Für Nachrichten-Junkies wie mich leben wir ja heutzutage im Schlaraffenland – Echtzeit-News zu allem, was man wissen will (oder auch nicht) – immer verfügbar, blitzschnell.

So informiere ich mich über den Stand der Gefechte in Tripolis, die Reaktionen auf das Kopfgeld, welches auf Gaddafi ausgesetzt wurde, unterhalte mich auf Twitter über chinesische Dollar-Reserven und rege mich über Lanz im ZDF auf, der sich über Jugendliche aufregt, die als Hobby “Facebook” angeben.

Da trudelt auf Twitter die @Reuters-Meldung ein: “Steve Jobs resigns as CEO of Apple“. Ufff. Sofort klicke ich auf “retweet”. Da war die Meldung 53 Sekunden alt.

Das ZDF dudelt irgendwo im Hintergrund. Ja, Fernsehen ist bei mir zum reinen Hintergrundmedium geworden. Ein reines TV-Gerät besitze ich seit zehn Jahren nicht mehr. Ein älterer PC mit Satellitenkarte dient als Dudel-Gerät – neuerdings mit Ubuntu-Linux, seitdem die lahme Gurke mit Windows XP immer öfter ihren Dienst verweigert.

Aber fürs öffentlich-rechtliche Langweil-TV reicht’s allemal. Da läuft bei mir abends meistens das ZDF oder 3Sat oder arte, einsextra oder der ZDF-Infokanal. Seltener Phoenix. Tagsüber n-tv oder n24 und nachts, ganz wichtig, immer CNN. Und seit ein paar Monaten auch Aljazeera – seit dem “Arabischen Frühling” mausert sich der Katari-Sender, bestückt mit abgekauften BBC-Altmoderatoren zur recht seriösen Alternative. Und in Sachen Libyen, Tunesien und Ägypten ist Aljazeera ja praktisch unschlagbar.

Meine News-Junkie-Karriere begann recht früh. Immer haben mich Nachrichten interessiert – in meiner Kindheit erinnere ich mich an Francos Tod und die KSZE-Konferenz in Helsinki. Es gab nur Schwarzweiß-Bilder und nichts war live. Das änderte sich erst in den 1980-Jahren mit dem Satelliten-TV. Vorher saß ich nachts am heiß geliebten Grundig Weltempfänger und hörte nächtelang Kurzwellensender aus aller Welt. Dabei habe ich Englisch gelernt, zwangsläufig. Und ich erinnere mich an die DDR-Chiffre-Sender: eins echo drei sieben vier vier…

Ich schweife ab. Entschuldigung – das liegt wohl am Alter. Man wird mit der Zeit ein wenig nostalgisch. Und etwas zynisch.

Die nächste Sternstunde meiner News-Junkie-Karriere war die Deutsche Einheit. Zu der Zeit lebte ich 2000km weit weg in Finnland – und konnte das Unfassbare nur über Mittelwellen-Radio und Satelliten-Fernsehen verfolgen. Wissen Sie, ich hatte immer eine deutsche Flagge an der Wand, im Schlafzimmer. Und ein Bild von Uhlbach. Seltsam – heute hängt eine finnische Fahne in meinem Flur. Eine Art Fremdheits-Patriotismus wahrscheinlich. Man hat immer Sehnsucht nach dem Anderen. Doppelstaatler-Schicksal. Sic.

1991 war eine weitere Sternstunde meines Newsjunkie-Daseins – Ich glaube die erste richtig harte Droge. Konter-Revolution in Moskau. Mann, mann, mann. Live auf CNN zugucken, wie Sowjetpanzer das Parlament beschießen. Live! Panzer! In Moskau! Das war harter Stoff, den es noch 12 Monate vorher niemals gegeben hätte.

Wissen Sie, ich war nämlich da. In Leningrad, 1987. Ich war auch in der “echten” DDR. Ich habe im Intershop meine D-Mark verteilt. Ich habe Rubel auf dem Marktplatz in Vyborg verschenkt. Ich habe mich “reich” gefühlt, im real existierenden Elend des Kommunismus.

Und war gottfroh, wieder raus gekommen zu sein. Ich werde die flehenden Blicke der Bedienung an der Raststätte irgendwo an der Transit-Autobahn nicht vergessen, als ich ihr fünf D-Mark in die Hand drückte. Ich hoffe, dass die Stasi-Leute, die uns an dem ganzen Tag verfolgten, sie ihr nicht weggenommen haben.

News – das hatten die Menschen im Ostblock nicht. Und nun, 1991 das: Live Bürger-Krieg aus Moskau. Eine, meine Erweckung.

Seitdem gibt es keine Pause mehr in meinem News-Stream. Computer-Freak war ich seit den 80ern. Ab 1993 kam Compuserve dazu, AOL, das WWW. WOW! Ich war begeistert. Und machte mein Hobby gleich zum Beruf. Ich las die “Byte” und die c’t, lernte Programmieren – und tue das bis heute.

Apropos heute. Ich will Sie ja nun wirklich nicht langweilen. Heute dann, wie gesagt bei meiner Abendlektüre der von mir regelmäßig gelesenen zirka zehn Online-Zeitungen, flattert diese Meldung über Twitter herein.

Ich liebe ja Twitter – das ultimative Beschaffungstool für uns News-Junkies. Nichts ist schneller, nichts ist härter, nichts ist unzensierter, subjektiver, parteilicher, missbrauchter. Aber auch nichts ist ehrlicher. Und nichts ist besser.

Natürlich bleibt es jedem Nutzer von Twitter selbst überlassen, wem er folgt. Oder wen er “followed” wie es auf Nerd-Deutsch heißt. Sie können sich alles über Kim Kardashians Schönheits-Operationen ins Haus holen. Oder über Michelle Obamas Kleider. Aber eben auch Gleichgesinnte finden, Kontakte pflegen. Und eben Echtzeit-News erhalten.

Twitter entlarvt schonungslos sowohl arabische Despoten-Regierungen wie schlafende öffentlich-rechtliche Nachrichtenanstalten. Und genau hier setze meine kleine, völlig unrepräsentative empirische Untersuchung an jenem Abend ein.

Ach ja, ich vergaß. Nach meinem nachgeholten Abitur – meine finnischen Schulabschlüsse waren den deutschen Besserwisser-Bürokraten ja nicht gut genug - Sie ahnen, wie oft ich mittlerweile nach PISA über diesen Sachverhalt schon lauthals gelacht, ja wirklich gelacht, habe – habe ich die Medien auch universitär studiert. Also bin ich so etwas wie ein “Experte” *lach* und verstehe auch ein wenig von “empirischer Sozialforschung”. Nicht mein Lieblingsfach – aber in der Alltagsbeobachtung eines News-Junkies durchaus nützlich.

Man beginnt in der Empirie mit der Datenerhebung. Dazu benötigt man, wenn man, wie ich, einen gewissen Hang zur Phänomenologie hat, ein Ereignis. Im Gegensatz zu meinen tausenden Mit-Forschern bin ich eben nicht der Meinung alles und jenes deduktiv von einer vorhandenen Theorie ableiten zu müssen. Gottseidank! Denn so hätte sich Neues sicher nie entwickelt. Oder kennen Sie eine Theorie für Google? Eben.

Nein, dazu bediene ich mich einfach eines ganz alten menschlichen Instruments: Der Neugier und der Beobachtung. “Forscher müssen genau dann forschen, wenn die Dinge passieren“, sagte einst mein hochgeschätzer Professor der Medientheorie, Gerhard Maletzke. Ironie seinerseits, dass sie gerade einen grandiosen Praktiker als Theorie-Professor an der Uni installiert hatten. Aber das nur am Rande – der Mann war ein Genie.

Er hat gemacht! Und ich tat das auch. Ich registrierte ein Ereignis wie ein Seismologe eine Erd-Erschütterung misst. Ein Tweet. Eine Meldung. In Echtzeit. Mit Nachrichtenwert so hoch, dass sie jede Publikationsschwelle mühelos überwinden würde. Menschen würden Aktien verkaufen, Milliarden bewegt. Es würden Nachrufe geschrieben, eine Epoche würde für beendet erklärt werden.

Was war geschehen? Steve Jobs, IT-Ikone und CEO des erfolgreichsten Computer-Unternehmens auf diesem Planeten hatte seinen Rücktritt vom Posten des Vorstandsvorsitzenden und den Wechsel in den Aufsichtsrat erklärt. An sich kein ungewöhnlicher Vorgang in der Wirtschaft. Wer aber weiß, dass Jobs bei Apple immer an allen Produkten bis ins letzte Detail akribisch mitgearbeitet hat, dass er eine transplantierte Leber hat – und angekündigt “bis zum Ende” weiterzumachen, dem musste die Tragweite dieses Beschlusses auch sofort bewusst sein.

Schließlich hatte Jobs die Firma Apple aus kleinen Anfängen und zwischenzeitlich großen Schwierigkeiten zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt gemacht, dessen Marktwert erst kürzlich den des Ölriesen Exxon überstiegen hatte und irgendwo bei 340 Milliarden US-Dollar lag.

Um 0.39 Uhr verbreitete Reuters die Meldung. CNN online folgte fünf Minuten später. Das Wall Street Journal hatte die Story nach 10 Minuten. Das ZDF meldete im “Nachtjournal” nach 14 Minuten die “Eilmeldung”. @weltonline auf ihrer Website nach 18 Minuten. Fox-News in 20 Min. Die ARD-Online und Focus online nach 25 Minuten. Die Süddeutsche brauchte etwa eine halbe Stunde. CNN-International (Fernsehen) ca. 45 Minuten samt Interviewpartner via Skype.

Mittlerweile verlor die Apple-Aktie nach dem Jobs-Rücktritt 7% – das sind 24 Milliarden US-Dollar an Börsenwert.

Nach 41 Minuten kam die BBC und nach 45 Min. Aljazeera. Nach 47 Min. Bloomberg, heise.de 1 Stunde. AlArabiya 1:10h. Helsingin Sanomat 1:10h. Yle.fi 1:20h.

Nach 1:30 Stunden bei: Spiegel.de, n-tv.de, n24.de: nichts. Konserven im Programm, gähnende Leere auf Twitter, Webseiten nicht upgedated. Das sollte sich die ganze Nacht nicht ändern.

Hoppla.

Die Redaktion von n-tv.de umfasst 25 Personen. Der Sender gehört zur RTL-Gruppe, die wiederum Bertelsmann gehört, dem größten Medienunternehmen der Welt. n-tv wirbt mit dem Slogan “der Nachrichtensender”. (http://de.wikipedia.org/wiki/N-tv)

Spiegel Online machte 2006 bei einem Umsatz von 15 Millionen Euro zwei Millionen Euro Gewinn. Eine achtzigköpfige Stammredaktion arbeitet in Hamburg unterstützt von freien Autoren, sowie von Büros in Deutschland (insbesondere Berlin) und im Ausland. Gelegentlich schreiben auch Redakteure des gedruckten Spiegel. (http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegel_Online)

N24 war der Nachrichtensender der ProSieben/Sat1-Gruppe. Die ProSiebenSat.1 Media AG investierte rund zehn Millionen Euro in den Sender in 2008. (http://de.wikipedia.org/wiki/N24) Der Umsatz 2009 betrug 93,8 Millionen Euro. (http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=38598&p3=)

Und jetzt wird die Sache haarig. Ich weiß, es ist Urlaubszeit. Es ist Nacht. Aber trotzdem! Ich finde es unfassbar, dass riesige Redaktionen es nicht schaffen, eine Meldung von Weltrang zeitnah über ihre Twitter-Accounts oder Webseiten zu veröffentlichen. Wozu bezahlen die Chefs der Sender teure Mitarbeiter? Was, wenn etwas wirklich(!) Wichtiges in der Welt passiert wäre?

In den letzten Wochen und Monaten habe ich mehrfach Fehlleistungen in den deutschen Medien festgestellt – zu aller erst bei den sog. “öffentlich-rechtlichen” Fernsehanstalten im Bezug auf ihre Korrespondenten in Nordafrika, die immer genau dort zu finden waren, wo nichts passiert, während die anglo-amerikanische Konkurrenz per Skype und Livestream mitten drin war, in der jeweiligen Revolution.

Das ist doppelt ärgerlich, weil wir alle diese Anstalten mit Zwangsgebühren finanzieren (müssen) und diese ihren “Überqualitätsanspruch” sogar höchstrichterlich mehrfach  haben feststellen lassen.

Doch von echter Qualitätsberichterstattung a la Aljazeera waren ARD und ZDF in Tunesien, Ägypten und Libyen meilenweit entfernt. Im Gegenteil: Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben in der Berichterstattung um den “Arabischen Frühling” regelmäßg versagt. Dasselbe war bei Privaten und Öffentlich-Rechtlichen zu beobachten, um das Atom-Unglück in Fukushima, wo wochenlang wider besseres Wissen falsche, politisch opportune Fakten berichtet wurden.

Wenn der höchstrichterlich festgestellte Anspruch nicht mehr existiert, muss auch die Finanzierungsgrundlage entfallen.

Und nun dies. Peinlich für Spiegel, n-tv und n24. Eine Petitesse, sicherlich. Doch sie zeigt, welche Nachrichtenorganisationen in der neuen Echtzeit-Nachrichtenwelt angekommen sind – und welche eben nicht.

Seien Sie kritisch. Seien Sie sich bewusst, dass Sie in Deutschland vieles nicht oder nur verspätet erfahren. Nutzen Sie das Internet und vergleichen Sie. Nur so können wir Bürger zu wirklich aufgeklärten Bürgern werden.

Aber ich habe schon wieder Entzugserscheinungen – darum verabschiede ich mich wieder schnell zu Twitter und Co.

6 Stunden später: UPDATE: Spiegel Wirtschaft twittert um 6.48 Uhr. Website erst jetzt aktuell. Dasselbe bei n-tv. Autsch. 6.56 auch n24.de jetzt da.

Mit besten Nachrichten-Grüßen
Ihr Markus Lochmann

Literatur, Lyrik, Politik, Philosophie