Die Pandora mit der Büchse
jagen diese schlauen Füchse.

Versuchen sie, sie aufzubrechen,
und dann, rücklings, zuzustechen.

Jagen, reißen, morden, rauben,
zeigen, daß wir doch nichts taugen.

Nimmt sie!, nimmt sie!
weg mit ihr,

ist eh das letzt,
was ich verlier.

Doch: vor euch werd ich
mich niemals beugen,
davon meine Schriften zeugen.

Hoffnung nehmen, niedermachen,
darüber kann ich nur noch lachen.

Denkt wärt Gott, ihr Bürokraten,
Blindheit wird euch noch erschlagen.

Liebe, Freude, Menschlichkeit,
fremd Wort für euch, ihr bringt nur Leid!

Doch glücklich weiß ich ganz gewiß,
daß diesen Tag ich nicht vermiß,

daß gerecht sein hier nur einer kann,
und auch ihr dann irgendwann

bereuen werdet eure Taten,
die die Menschen niedertraten.

Maschinen, nein, das sind wir nicht,
wir tragen noch des Herzens Licht.

Und wenn ihr seht uns schon verloren,
irrt, ihr selbst seit nie geboren.

Tot seit ihr in eurem Herzen,
deshalb seht ihr keine Schmerzen.

Drum grüß ich euch nur mit Verachtung,
lebet doch in der Umnachtung.

Das Licht wird kommen auch für euch,
und wenn ich heul und schrei und keuch,

glaub ich ans Gute jedenfalls,
dann endlich,

hab ich euch vom Hals.

One Response to “Von den Bürokraten”
  1. …immer wieder schön. Ursprünglich aus 1997.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.