wikipedia.deAllein 2007 ist die Zahl der deutschen Erwerbstätigen im Nachbarland um zwölf Prozent auf 115.000 gestiegen. Gastarbeiter aus Deutschland liegen damit nach Angaben des Schweizer Statistikamtes nach den Einwanderern aus Italien und den westlichen Balkanländern auf dem dritten Platz.  Insgesamt stellen die Deutschen in der Schweiz mit mehr als 170.000 die zweitstärkste Ausländergruppe nach den Italienern.

Angelockt durch bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter haben vor allem Ärzte, Professoren oder Ingenieure jenseits der Grenze neue Jobs gefunden. Dabei profitieren sie in dem Nicht-EU- Land von der Liberalisierung der Vorschriften. 2002 trat ein Abkommen der Schweiz mit der EU über freien Personenverkehr in Kraft.

Die wachsende Zahl der Deutschen wird im Nachbarland kontrovers diskutiert. Während einige Schweizer das Boot bereits voll sehen und um ihre Jobs fürchten, räumen andere ein, dass etwa so manches Krankenhaus ohne deutsche Fachkräfte kaum noch funktionieren würde.

Attraktiv scheint Arbeitssuchenden aus der Bundesrepublik die Schweiz auch deshalb, weil sie zum gleichen Kulturkreis gezählt wird. Dass das zehnmal kleinere Nachbarland jedoch kein Deutschland in Miniaturausgabe ist, erfahren sie mitunter schmerzhaft. Denn die Deutschen gelten in der Schweiz vielfach als arrogant und besserwisserisch.

http://www.badische-zeitung.de/schweiz-immer-mehr-deutsche-gastarbeiter.103736

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