Im Ozean

Ich treibe im Meer,
im Ozean des Lebens.

Ich habe ihn mir nicht ausgesucht,
sondern wurde willenlos hineingeworfen ins kalte Nass.

Manchmal schwimme ich spielend dahin,
wie ein junger Delphin, umgeben von seinen Freunden.

Manchmal aber jage ich auch alleine,
wie ein hungriger, wütender großer Weißer Hai.

So ist er, der Ozean des Lebens.
Mal warm, still, leise und angenehm.

Dann wieder brodelnd, laut, und voller Strudel,
die dich hinabziehen in tiefste Tiefen,
auf den Grund des Lebens.

Doch, nur wer ganz tief getaucht ist,
die Strömung gespürt hat,
die einen gnadenlos mitreißt,

so, dass man in ihr nur hilflos mitgleiten kann,
oder gehen sie anstehen,
wie eine starke schlanke Forelle im tobenden Gebirgsbach.

Wenn man denn die Kraft dazu hat.

Nur der hat das Leben verstanden,
und weiß das ruhige Plätschern des seichten Wassers
im warmen Sommerabend zu schätzen.

24.04.21

Bild von Free-Photos auf Pixabay

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