Stolz verkündet die „Stuttgarter Zeitung“ den Anstieg der Arbeitsplätze im Land im Bereich Solarstrom. Kein Wunder, denn jeder dieser Arbeitsplätze in Deutschland wird vom Stromkunden, also uns allen, mit 153.000 Euro im Jahr subventioniert. Dafür kann man ziemlich einfach Arbeitsplätze schaffen! Wieder ein politisch einseitiger Artikel im Stuttgarter Lokalblatt. Recherche gleich Null, dafür Tendenzaussagen ohne Ende.

Hier mehr zur ganzen Wahrheit über den teuren Solarstrom:

Die höchsten Subventionen in Deutschland werden mittlerweile für Solarstrom bezahlt. Das geht aus einer Untersuchung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen hervor, die der „Welt am Sonntag“ vorliegt: „Jeder der 35 000 Arbeitsplätze in der Solarbranche wird inzwischen pro Jahr mit 153 000 Euro subventioniert“, sagt Manuel Frondel, einer der Autoren der Studie. „Das ist mehr als doppelt so viel wie im Steinkohlebergbau, dem bisherigen Paradebeispiel einer verfehlten Subventionspolitik.“

http://www.welt.de/wams_print/article1443243/Solarstrom_erhaelt_die_hoechsten_Subventionen.html

oder hier

http://www.focus.de/finanzen/news/subventionen-milliardengrab-solarstrom_aid_299728.html

Nur zur Klarstellung: Ich bin grundsätzlich für(!) regenerative Energien. Nur: es kann nicht Staatsaufgabe sein, eine technisch nicht reife Industrie mit zig Milliarden an einem politisch regulierten Markt zu fördern. Das hat mit Marktwirtschaft rein gar nichts mehr zu tun.

Hier geht es schließlich nicht mehr um förderungswürdige Grundlagenforschung. Hier wird künstlich ein Markt gebildet, wo keiner ist und wo Mondpreise herrschen.

Wenn die Solarstrombranche jemals konkurrenzfähig sein sollte, werden sich am Kapitalmarkt auch langfristige Investoren finden lassen, die das unternehmerische Risiko eingehen wollen. Wenn nicht: Pech gehabt! Nicht jede Technologie setzt sich durch, egal wie vernünftig sie sein mag. Die Allgemeinheit für eine Nischenbranche bezahlen zu lassen, finde ich unvernünftig. Wir strangulieren die Wirtschaft in diesem Land und verhindern Wachstum mit zu teuren Energiepreisen – zum Wohle einiger weniger Solarstromarbeiter. Das ist falsch.

Meine Lösung: Subventionen für Strom komplett streichen. Dafür Unternehmen der Branche gezielt über Anteilsübernahme durch Risikokapitalgeber fördern. Wenn die Technologie sich durchsetzt, werden deren Investitionen in zehn Jahren im wahrsten Sinne Gold wert sein.

Die gegenwärtige Subventionspolitik sozialisiert das Investitionsrisiko und privatisiert die (möglichen) Gewinne. Das bedeutet, die von Rot-Grün(!) eingeführte Subventions-Politik führt sich selbst ad absurdum, indem sie Mittel der Allgemeinheit bei den wenigen Energieanbietern kumuliert.

Das hat mit sozial gar nichts mehr zu tun. So wird, Schritt für Schritt, unsere soziale Marktwirtschaft durch Subventions- und Großkonzernpolitik zerstört.

One Response to “Die Wahrheit über den Solarstrom”
  1. […] 25.8. hatte ich berichtet (ursprünglicher Artikel von mir hier), dass der Spiegel den sündhaft teuren Solarstrom entdeckt hat. Heute nun abermals ein Artikel in […]

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