„Die Hauptsache ist, plump  denken  lernen. Plumpes Denken, das ist das Denken der Großen“ (Bert Brecht)

Die EU fällt immer weiter auseinander. Siehe die Sprachen: Allein im EU-Parlament sind laut ZDF wahnsinnige 3000(!) Dolmetscher damit beschäftigt, die oft überflüssige und inhaltsleere Parlamentsrhetorik in 27 Amtssprachen zu übersetzen. Was leistet sich Europa da eigentlich für einen unnötigen Wasserkopf?

Und jetzt ist da die (hoffentlich letzte) Generation der Sprachversager an der Macht: Nicolas Sarkozy kann peinlicherweise kein Englisch und empfiehlt der EU-Pseudoaußenministerin Ashton einen Französischsprachkurs; hierzulande fordert ein offensichtlich überforderter Außenminister in maßloser Naivität mehr Deutsch in der EU… ausgerechnet Deutsch! Welches kaum noch jemand als Fremdsprache lernen will.

So ein Blödsinn. Stellen Sie sich mal vor, in Washington würde der Kongress in 20 Sprachen tagen – oder in Delhi das Parlament in den 80 in Indien gesprochenen Amtssprachen. Was für eine Kakophonie.

Wir brauchen EINE Sprache in der EU – und das ist nunmal Englisch, die Weltsprache – ob das deutsche und französische Kleingeister nun akzeptieren oder nicht. Daher sollten wir SOFORT eine EU-Richtlinie erlassen, nach der Englisch Amtssprache neben der jetzigen  in ALLEN EU-Staaten werden muss.

Künftig sollten alle Dokumente der EU nur in Englisch ausgearbeitet werden – alle Sitzungen auf Englisch abgehalten. Desweiteren sollte es einen europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Englisch geben und Englisch für alle Schüler in der EU ab Klasse 1 Pflichtfach sein. Das wäre zwar schade für die Dolmetscher. Aber wir würden Milliarden sparen, unsere Bürger bilden und echte Kommunikation erst ermöglichen.

Verständigung fängt mit der Sprache an. Wer Englisch nicht kann oder können will, hat im Jahr 2010 weder in der EU-Verwaltung noch im Außenamt etwas verloren. Sich auf eine nationale Deutschtümelei in einer globalisierten Wirtschaft und Politik zurückziehen zu wollen, tönt in meinen (europäisch-doppelstaatlichen) Ohren geradezu mittelalterlich.

Schafft es die EU nicht, einen einheitlichen Kulturraum zu schaffen, ihre Bürger mit der Union zu identifizieren, Symbole wie Pass, Flagge, Hymne und Sprache zu installieren, wird sie über kurz oder lang ihre Legitimation in den Augen ihrer Bevölkerung verlieren. Und letztendlich scheitern.

(Der Autor spricht muttersprachlich Finnisch und Deutsch, fließend Englisch und Schwedisch)

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