Was den Profi-Fußballern um Franck Ribery in Frankreich zum Verhängnis geworden ist, lässt sich gerade in einem Youtube-Video begutachten (die blonde Zahia D.):

[youtube LNdh-vVQ1VA]

Dazu fällt mir nur Schiller ein:

„Wie sich schon die Pfeifen bräunen!
Dieses Stäbchen tauch ich ein,
Sehn wir’s überglast erscheinen,
Wird’s zum Gusse zeitig sein.

Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet!
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

Aber auch unser Württemberger Heimatdichter Friedrich Hölderlin findet ein passendes Wort:

Es ist erfreulich, wenn Gleiches sich zu Gleichem gesellt, aber es ist göttlich, wenn ein großer Mensch die kleineren zu sich aufzieht.

Hintergrund: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/vermischtes/art4304,454267,F

Über die Doppelmoral von so genannten „Vorbildern“ will ich hier nicht reden – genauso wenig wie über den Zusammenhang zwischen Ballspielen und Intelligenz. Schließlich zählen die o.g. Herren zu den von der Gesellschaft am höchsten anerkannten Persönlichkeiten, die der Allgemeinheit erheblichen Nutzen bringen – oder suggeriert deren Gehalt etwa anderes?

Panem et circenses – Brot und Spiele. Schon der römische Dichter Juvenal kritisierte die Massen und deren Hang zur Unterhaltung in seiner Satire. Genau da sind wir angekommen – in der wahren Dekadenz.

Wie sich schon die Pfeifen bräunen!
Dieses Stäbchen tauch ich ein,
Sehn wir’s überglast erscheinen,
Wird’s zum Gusse zeitig sein.
Jetzt, Gesellen, frisch!
Prüft mir das Gemisch,
Ob das Spröde mit dem Weichen
Sich vereint zum guten Zeichen.

Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet!
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

One Response to “Allez les bleus, ähhh… blondes”
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