Kategorie: Gedichte

Werthers Alter

Was als Leiden begann in jugendlichem Überlebenskampf wuchs blutig, rauh, hart und schmerzhaft in Unendlichem strandete, im ewigen Wollen seine Fühler ausstreckte ins endlose Sein ist nun in ein langsames Siechen übergegangen in ein sanft betäubtes Gleiten in eine bessere Zeit. Die geschlagenen blutenden Wunden sind jetzt vernarbt Sie schmerzen dennoch weiter, erinnern an einstige […]

August-Tag

Ach, wie ich den Herbst schon kommen fühle, die Zeit des Jahres, in der wir Poeten uns verlieben. Es ist Ironie, gerade den Geruch des verwesenden Sommers zu lieben. Aber mit den Blättern des goldenen Herbstes, puderzuckerweiß hauchdünn überfroren, leicht knisternd unter meinen Füßen, die Hunde rennend im nebligen Wald, die Kühle und Frische der […]

Alexander Puschkin: Ode an die Freiheit

Von wegen „man findet alles im Netz“. Interessiert an Dichtern der Freiheit im Allgemeinen, der Romantik im Besonderen und Russland (aus aktuellem Anlass) im Speziellen – stolperte ich vor einigen Wochen im Zuge der Krim-Krise auf ein Gedicht des jungen Alexander Puschkin aus 1817, die „Ode an die Freiheit“ – in der er die Herrschaft […]