Sie kennen das: Auf dem Weg von A nach B in einer fremden Stadt verfahren Sie sich und kommen an eine Sackgasse. Weil diese jedoch in die richtige Richtung weiter führt, fahren Sie in diese Sackgasse hinein – nur um an deren Ende doch wieder mühsam wenden zu müssen.

Warum tun wir das? Das Sackgassenschild hat ja schließlich niemand ohne Grund am Anfang der Straße aufgestellt! Jede Vernunft müsste uns sagen, dass sich das Einfahren nicht lohnt. Und dennoch fahren wir hinein, in das „Dead End“, wie die Amerikaner so treffend formulieren.

Der Grund unseres irrationalen Verhaltens ist, dass wir Hoffnung haben. Gegen alle Widerstände und jede Vernunft hoffen wir, dass die Strasse weiter geht, obwohl jemand ein Sackgassenschild an den Anfang gestellt hat. Gleichzeitig vertrauen wir mehr in unseren eigenen Verstand, als in den des Schilderaufstellers, des Straßenplaners oder der menschlichen Gemeinschaft.

Genauso tun wir mit unserem Leben. Obwohl wir wissen müssten, dass es eine Sackgasse ist an deren Ende der Tod steht, tun wir so, als hätten wir das Schild nie gesehen.

Lektion: Hoffnung ist gut – aber oft auch unbegründet. Vernunft ist auch gut – aber Vertrauen in die Vernunft anderer ist manchmal besser. Nur Hoffnung gepaart mit Vertauen lässt uns den richtigen Weg finden – wenn wir die Zeichen beachten, die für uns aufgestellt sind.

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