ml007Mein erstes Twitter-Account bestand vom Sommer 2007 bis Ende März 2015. Insgesamt habe ich so um die 18.700 Tweets gepostet – und gefühlte Jahrzehnte Zeit in den Service investiert. Da aber meine Follower-Zahlen sich in den letzten zwei Jahren nicht wesentlich entwickelt haben, und ich außerdem immer mehr das Gefühl des Bespitzeltwerdens durch allzutreue User (da kann man das Wörtchen Follower auch getrost mit Verfolger übersetzen) sich einstellte; weiterhin immer die Angst mitschwang, etwas Unbedachtes zu äußern und letztendlich am öffentlichen Pranger hingerichtet zu werden – habe ich den Account gelöscht. Die Tweets bekommen hier, auf meiner Website – und nur hier, irgendwann eine letzte Ruhestätte. Ein Leichenschmaus für alle Suchmaschinen, sozusagen.

Wo ich schon dabei war, einen digitalen Frühjahrsputz zu machen, habe ich ebenfalls die weitestgehend sinn- und erfolglosen Accounts bei Xing und Linked-In gelöscht. Über keine der beiden Plattformen hatte sich in den letzten fünf Jahren auch nur eine neue Chance ergeben. Da stellt sich schon die Sinnfrage für solche Services.

Was bleibt? Die Konsolidierung auf *meine* Web-Seite. Mein Inhalt, zu meinen Konditionen gepostet. Hier bestimme ich, wie viel Nippel gezeigt werden darf. Rein metaphorisch gesprochen, natürlich. Ach ja, das Facebook-Profil hab ich auch gleich auf ein Minimum rasiert. Leider muss ich als Seitenadmin für andere noch dort bleiben. Und es gibt ja immer noch Soundcloud, Instagram, Snapchat, Tumblr und Co. Und demnächst mobiles Video-Streaming! Man sieht sich.

Ich hoffe, wieder etwas kreativer und produktiver in *eigener* Sache zu werden, anstatt immer den anderen hinterher zu laufen. Wenig bis nichts kann ich mehr aus Ergüssen der ach-so-tollen Social-Media-Community lernen. Zumal Twitter ja gar keine echte Gemeinschaft mehr ist – sondern ein Haufen Shitstorm-Trolls und Egoisten. Und ein paar wirklich guten Menschen.

Ein wenig hat mein Herz gebrannt beim Abschied. Es waren lange, gute Jahre.

Doch wir müssen weiter, Freunde. Immer weiter.

So lebe denn das gute alte Blog wieder auf. In neuem Layout, mit denselben dummen Sprüchen wie eh und je. Aber es sind meine dummen Sprüche. Und nicht die eines Herrn Zuckerberg.

Beste Grüße Ihr
Markus Lochmann

 

PS. Dies ist kein Aprilscherz.

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