Die Bürgschaft (frei nach Friedrich Schiller und G. Schröder)
Die Bürgschaft
frei nach Friedrich Schiller (1759-1805) und G.Schröder (*1944)
by Michael Klann
Zu Putin, dem Tyrannen, schlich
Schröder, die Pipline im Gewande.
Und schüttelt ihm kräftig die Hande,
“Was wolltest du mit der Pipeline? sprich!”
Entgegnet ihm lachend der Wüterich.
“Deutschland aus der Abhängigkeit befreien!”
“Das sollst du als Aufsichtsratschef bereuen.”
“Ich bin”, spricht Schröder, “zu allem bereit
Und bitte nur um mein Leben:
Und willst du den Posten mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die SPD der CDU gefreit;
Ich lasse ne Milliarde dir als Bürgschaft,
Und scheiße auf die deutsche Wirtschaft.”
Da lächelt der Putin mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
“Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Und etwas an dem Deal anrüchig ist,
So schieb es auf den Jürgen!
‘Der Trittin wollt dafür bürgen!’”
In Deutschland greift das Erstaunen umher,
In den Armen liegen sich beide
Und lachen mit giftiger Freude.
Da sieht man kein Augen tränenleer,
Nach Deutschland bringt man die Wundermär’;
Dort fühlt man sich echt betrogen,
Und von vorne bis hinten belogen.
Das Volk blickt ihn lange verwundert an.
Drauf spricht es: “Es ist Euch gelungen,
habt das Vertrauen in mir bezwungen;
Der Anstand ist wohl ein leerer Wahn!
An den das Volk nicht glauben kann:
Herr Schröder, gewährt mir die Bitte,
Achtet auch Ihr die gute Sitte!”
by Michael Klann



