Invasion of Mooninites

mooninitesOrson Welles wäre glücklich. Erinnern Sie sich an die Berichte über sein berühmtes Hörspiel “Invasion from Mars”, welches am 30. Oktober 1938 in New York eine Massenpanik auslöste? Heute nicht mehr denkbar? Nun, mit einer Marketing-Aktion der besonderen Art, legte eine Bostoner Werbeagentur das Stadtleben teilweise lahm. Für eine Werbekampagne wurden in ganz Boston elektronische Geräte aufgestellt, von denen dann kleine grüne Männchen lustig mit ihrem außerirdischen Mittelfinger winkten. Doch legten diese Männchen teilweise das gesamte öffentliche Leben lahm, als Behörden die Gerätschaften für Bomben von Terroristen hielten. Das Medienunternehmen Turner Broadcasting hatte jedoch keine Terrorattacke im Sinn. Vielmehr wollte die Time-Warner-Tochter mit den bewegten Displays für die Late-Night-Comic-Show ‘Aqua Teen Hunger Force’ werben. Sogar die Einsatzkräfte des US Northern Command überwachten den Einsatz. Zudem schloss die Boston University ihre Pforten, zwei Brücken wurden gesperrt und die Zufahrt zum Bostoner Hafen war kurzzeitig nicht passierbar. In New York, Chicago, Atlanta und San Francisco seien die Geräte bereits seit Tagen aufgestellt gewesen, entschuldigte sich Turner Broadcasting bei der leicht hysterischen amerikanischen Öffentlichkeit für die Verwirrung, die die kleinen Außerirdischen angerichtet hatten.

Unterschicht-Debatte: Neun Typen

Kategorie: Allgemein — am Montag, 26.Februar 2007 um 05:25 Uhr

Neben dem “Abgehängten Prekariat”, um das ein heftiger politischer Streit entbrannt ist, definiert die Studie “Gesellschaft im Reformprozess” der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung acht weitere “politische Typen” in der deutschen Gesellschaft. Ein genauer Blick darauf lohnt sich, denn Angst vor sozialem Abstieg und Armut spielt sich nicht nur in der “neuen Unterschicht” ab.

Die “Leistungsindividualisten” (11 Prozent):
Sie kommen “aus gutem Hause”, den elterlichen Status jedoch haben sie noch nicht erreicht. Unter ihnen: ein hoher Anteil “besser gebildeter” Personen, viele Angestellte mit Führungsaufgabe, Beamte im gehobenen Dienst, Selbstständige. Sie haben kaum finanzielle Probleme, sorgen privat für das Alter vor, Materielles spielt eine wichtige Rolle. Das Leben erscheint angenehm, es herrschen ein großes Sicherheitsgefühl und Zuversicht. Sie möchten eine Gesellschaft, die sich an Leistung orientiert, und glauben an Aufstiegschancen.

Die “Etablierten Leistungsträger” (15 Prozent):
Sie haben einen ähnlichen Status wie die Eltern erreicht, viele Angestellte, darunter Facharbeiter, Vorarbeiter und Meister, aber auch viele Selbstständige finden sich in dieser Gruppe. Überwiegend wohnen sie im ländlich-kleinstädtischen Bereich. Sie sind mit der Sicherheit des Arbeitsplatzes, der Bezahlung und den Freiheiten bei der Arbeit sehr zufrieden. Das Haushaltseinkommen ist hoch, es gibt Vermögen und private Altersvorsorge. Das Materielle hat einen hohen Stellenwert, das Leben wird stark an Konventionen ausgerichtet. Religion gehört als Tradition zum Leben, der Glaube hat jedoch keine große Orientierungsfunktion. Das Interesse an Politik ist überdurchschnittlich, gleichzeitig gibt es eine Distanzierung von der Idee des Sozialismus.

Die “Kritische Bildungselite” (9 Prozent):
Der am besten gebildete “politische Typ”, hoher Beamtenanteil, viele freie Akademiker, höchster Anteil an Schülern und Studenten. Mehrheitlich aus der Großstadt stammend, zeigt größte berufliche Mobilität. Distanziert sich von zu starker Orientierung an Einkommen und Aufstieg. Hat das höchste Haushaltsnettoeinkommen aller Gruppen, daher auch wenig finanzielle Sorgen. Allerdings: Vermögen wurde noch nicht aufgebaut, das Materielle ist weniger wichtig. Hauptinteresse gilt der persönlichen Weiterentwicklung, umfassende Bildung hat sehr hohen Stellenwert, ebenso wie gesellschaftliches Engagement. Neben einer persönlichen Zuversicht gibt es eine große Skepsis gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung. Dabei Negation von Konventionen und Bürgerlichkeit.

Das “Engagierte Bürgertum” (10 Prozent):
Hoher Anteil besser gebildeter Personen, höchster Anteil an Freiberuflern, sehr hoher Frauenanteil. Stark im öffentlichen Dienst; entsprechend groß ist die Arbeitsplatzsicherheit, allerdings auch das Gefühl, nicht leistungsgerecht bezahlt zu werden. Hat den Eindruck, den Lebensstandard auch in Zukunft halten zu können; generell jedoch hat Materielles einen weniger großen Stellenwert. Legt großen Wert auf gesellschaftliches Engagement und die Zukunft der Kinder, steht Veränderungen und Neuem aufgeschlossen gegenüber. Religion und Glaube haben Orientierungsfunktion, nur eine Minderheit hat keine Berührung mit Glaubensfragen. Sicherheitsaspekte und konkurrenzbetontes Verhalten sind eher unwichtig. Gewünscht wird eine liberale, tolerante Gesellschaft bei latenter Technik-Kritik und der Verurteilung von Sozialmissbrauch. Zeigt starkes Engagement in Ehrenämtern und NGOs, kann der Idee des Sozialismus jedoch wenig abgewinnen.

Die “Zufriedenen Aufsteiger” (13 Prozent):
Kommen aus einfachen Verhältnissen, haben gesellschaftlichen Aufstieg geschafft. Überwiegend einfache Schulbildung, aber überdurchschnittlich viele hochqualifizierte Angestellte und Personen mit Führungsaufgaben, viele Landwirte und kleine Selbstständige. Zeigen beruflich viel Eigeninitiative und sind bereit, “Bestleistungen” zu bringen. Von allen “politischen Typen” die höchste berufliche Zufriedenheit. Das monatliche Haushaltseinkommen liegt etwas über dem Durchschnitt, es gibt eine solide finanzielle Grundlage, es gibt wenige materielle Sorgen und kaum Einschränkungen. Sie sehen sich häufiger auf der Gewinner-Seite, und der persönlichen Weiterentwicklung kommt eine große Bedeutung zu. Der Glaube an Gott hat eine starke Orientierungsfunktion, die Bereitschaft zur Übernahme von sozialer Verantwortung ist groß.

Die “Bedrohte Arbeitnehmermitte” (16 Prozent):
Häufig einfache oder mittlere Schulbildung, viele Arbeiter; alle Altersgruppen sind vertreten, häufig im kleinstädtischen Milieu. Einfaches bis mittleres Tätigkeitsniveau, vor allem in Großbetrieben. Geringe Gestaltungsspielräume, dabei ein eher traditionelles Arbeitsverständnis. Orientierung stark an Lohnhöhe, sicherem Arbeitsplatz und geregelten Arbeitszeiten. Insgesamt mit der beruflichen Situation weniger zufrieden. Leicht unterdurchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen, dennoch relativ zufrieden mit finanzieller Situation. Zugleich perspektivisch Angst, den Lebensstandard nicht halten zu können. Starke Verunsicherung im Hinblick auf das eigene Leben und die Zukunft der Kinder, weniger Rückhalt in sozialen Kontakten, fühlt sich vom Staat allein gelassen. Große Bedeutung hat, anderen zu zeigen, dass man sich viel leisten kann. Wunsch nach einem regulierenden Staat, der den Bürgern umfassende Absicherung garantiert; häufig wird akzeptiert, dass man so viel staatliche Leistung “mitnimmt” wie man kriegen kann.

Die “Selbstgenügsamen Traditionalisten” (11 Prozent):
Sehr einfache Tätigkeiten, traditionelle Arbeitsverhältnisse mit festen Arbeitszeiten und hoher Kontrolle, stellen geringe Ansprüche an Arbeit und zeigen geringe berufliche Orientierung. Unzufriedenheit mit der beruflichen Situation, Gefühl der starken Kontrolle und der nicht-leistungsgerechten Bezahlung mit unsicherer Perspektive. Weit unterdurchschnittliches Einkommen, müssen sich in Vielem einschränken, weil das Geld knapper wird. Lebensstandard eher bescheiden, Zufriedenheit gering. Wenig Selbstvertrauen, wenig soziale Sicherheit bei dem höchsten Anteil Alleinlebender. Glaube an Gott gibt ihnen mehr als den anderen “politischen Typen” Kraft und Orientierung. Verurteilen Sozialmissbrauch, wünschen sich einen regulierenden Staat, der dem Gemeinwohl verpflichtet ist. Ausgesprochen politikfern, wenig politisches Interesse, wenig Zutrauen in die Lösungskompetenz der Politik. Große Probleme, die Sprache der Politiker zu verstehen. Empfinden Nachteile durch Reformen, wollen eher deren Aussetzung.

Die “Autoritätsorientierten Geringqualifizierten” (7 Prozent):
Kommen aus sehr einfachen Verhältnissen, haben den “Aufstieg im Kleinen” aber geschafft. Einfache Schulbildung, sehr hoher Rentner-Anteil, häufig aus Berufs-Sparten, die keine Ausbildung fordern; folglich höchster Anteil ungelernter Arbeiter. Fühlen sich häufiger ständigem Druck der Arbeit ausgesetzt und sind der Meinung, ihr Leben werde zu sehr von der Arbeit bestimmt. Häufig selbst bzw. in der Familie mit Arbeitslosigkeit konfrontiert, insgesamt mit ihrer Arbeitssituation aber relativ zufrieden. Weit unterdurchschnittliches Einkommen, viele Empfänger staatlicher Transferleistungen. Häufig angespannte finanzielle Situation, oft Schulden. Große Angst, den erreichten bescheidenen Lebensstandard zu verlieren und auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. Empfinden Leben häufig als Kampf, haben aber überdurchschnittlichen Glauben an sich selbst. Wollen regulierenden Staat, der Absicherung garantiert, sehen dabei die Schere zwischen Arm und Reich sich immer weiter vergrößern.

Das “Abgehängte Prekariat” (8 Prozent):
In der Vita gesellschaftlicher Abstieg, einfache bis mittlere Bildung. Höchster Arbeitslosenanteil, höchster Anteil an Arbeitern, viele einfache Angestellte, hoher Männeranteil, häufig im ländlichen Raum. Kann sich wenig mit der Arbeit identifizieren, fühlt sich stark unter Druck. Geringe berufliche Mobilität und Aufstiegsorientierung. Hat von allen Gruppen die geringste berufliche Sicherheit, der aktuelle Arbeitsplatz ist nicht sicher. Daher auch starke Unzufriedenheit. Sehr niedriges Monatseinkommen, kaum Wohneigentum oder finanzielle Rücklagen, oft Schulden, wenig familiärer Rückhalt. Empfindet gesamte Lebenssituation als ausgesprochen prekär, gepaart mit starken Zukunftssorgen. Große Befürchtung, selbst den niedrigen Lebensstandard in Zukunft nicht halten zu können. Fühlt sich gesellschaftlich im Abseits und auf der Verliererseite. Wenig Orientierung, fühlt sich vom Staat alleine gelassen. Sieht in Abschottung gegenüber Ausländern mögliche Lösung der Probleme.

gefunden bei http://www.n-tv.de/722075.html

Lieblingslied…

Kategorie: Allgemein — am Freitag, 23.Februar 2007 um 08:08 Uhr

ANDAIN: BEAUTIFUL THINGS

Got up early, found something’s missing
my only name.
No one else sees but I got stuck,
and soon forever came.
Stopped pushing on for just a second,
then nothing’s changed.
Who am I this time, where’s my name
I guess it crept away.

No one’s calling for me at the door.
And unpredictable won’t bother anymore.
And silently gets harder to ignore.
Look straight ahead, there’s nothing left to see.
What’s done is done, this life has got it’s hold on me.
Just let it go, what now can never be.

I forgot that I might see,
So many beautful things.
I forgot that I might need,
to find out what life could bring.

Take this happy ending away, it’s all the same.
God won’t waste this simplicity on possibility.
Get me up, wake me up, dreams are filling
this trace of blame.
Frozen still I thought I could stop,
now who’s gonna wait.

No one’s calling for me at the door.
and unpredictable won’t bother anymore.
and silently gets harder to ignore.
look straight ahead, there’s nothing left to see.
what’s done is done, this life has got it’s hold on me.
just let it go, what now can never be.

so many beautiful things…
so many beautiful things…

Now what do I do
can I change my mind
did I think things through

It was once my life
it was my life at one time

Rääkkäämättäjättämispäätöksestäkään

Kategorie: Allgemein — am Freitag, 23.Februar 2007 um 06:35 Uhr

Finnisch für Anfänger, oder auch nur ein lustiges Wort zum Üben. Zu Deutsch: Nichtquälentscheidung. Also eine Entscheidung, jemanden nicht zu quälen, was für den Leser des Wortes keinesfalls zutrifft ;-)

Finnisch für Anfänger gibt’s hier: http://www.cc.jyu.fi/~pamakine/kieli/suomi/sisallysde.html

Viel Spaß!

Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten

Kategorie: Allgemein — am Mittwoch, 14.Februar 2007 um 01:27 Uhr

Die allgemeine Erklärung der Menschenpflichten ist eine Initiative des InterAction Council, die als Gegengewicht und Ergänzung zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1997 den “Vereinten Nationen und der Weltöffentlichkeit zur Diskussion vorge­legt” wurde. Angelehnt an den Text der Menschenrechtserklärung, beschreibt sie statt Rechten eine Reihe von Pflichten, die allen Menschen auferlegt sind, allen voran, andere Menschen menschlich zu behandeln.

Präambel

Da die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte die Grundlage für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt ist und Pflichten oder Verantwortlichkeiten einschließt,

da das exklusive Bestehen auf Rechten Konflikt, Spaltung und endlosen Streit zur Folge hat und die Vernachlässigung der Menschenpflichten zu Gesetzlosigkeit und Chaos führen kann, da die Herrschaft des Rechts und die Förderung der Menschenrechte abhängen von der Bereitschaft von Männern wie Frauen, gerecht zu handeln,

da globale Probleme globale Lösungen verlangen, was nur erreicht werden kann durch von allen Kulturen und Gesellschaften beachtete Ideen, Werte und Normen,

da alle Menschen nach bestem Wissen und Vermögen eine Verantwortung haben, sowohl vor Ort als auch global eine bessere Gesellschaftsordnung zu fördern — ein Ziel, das mit Gesetzen, Vorschriften und Konventionen allein nicht erreicht werden kann,

da menschliche Bestrebungen für Fortschritt und Verbesserung nur verwirklicht werden können durch übereinstimmende Werte und Maßstäbe, die jederzeit für alle Menschen und Institutionen gelten

deshalb verkündet die Generalversammlung der Vereinten Nationen

diese Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten. Sie soll ein gemeinsamer Maßstab sein für alle Völker und Nationen, mit dem Ziel, dass jedes Individuum und jede gesellschaftliche Einrichtung, dieser Erklärung stets eingedenk, zum Fortschritt der Gemeinschaften und zur Aufklärung all ihrer Mitglieder beitragen mögen. Wir die Völker der Erde, erneuern und verstärken hiermit die schon durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte proklamierten Verpflichtungen: die volle Akzeptanz der Würde aller Menschen, ihrer unveräußerlichen Freiheit und Gleichheit und ihrer Solidarität untereinander. Bewusstsein und Akzeptanz dieser Pflichten sollen in der ganzen Welt gelehrt und gefördert werden.

Fundamentale Prinzipien für Humanität

Artikel 1: Jede Person, gleich welchen Geschlechts, welcher ethnischen Herkunft, welchen sozialen Status, welcher politischen Überzeugung, welcher Sprache, welchen Alters, welcher Nationalität oder Religion, hat die Pflicht alle Menschen menschlich zu behandeln.

Artikel 2: Keine Person soll unmenschliches Verhalten, welcher Art auch immer unterstützen, vielmehr haben alle Menschen die Pflicht, sich für die Würde und die Selbstachtung aller anderen Menschen einzusetzen.

Artikel 3: Keine Person, keine Gruppe oder Organisation, kein Staat, keine Armee oder Polizei steht jenseits von Gut und Böse; sie alle unterstehen moralischen Maßstäben. Jeder Mensch hat die Pflicht, unter allen Umständen Gutes zu fördern und Böses zu meiden.

Artikel 4: Alle Menschen, begabt mit Vernunft und Gewissen, müssen im Geist der Solidarität Verantwortung übernehmen gegenüber jedem und allen, Familien und Gemeinschaften, Rassen, Nationen und Religionen: Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg´ auch keinem anderen zu.

Gewaltlosigkeit und Achtung vor dem Leben

Artikel 5: Jede Person hat die Pflicht, Leben zu achten. Niemand hat das Recht, eine andere menschliche Person zu verletzen, zu foltern oder zu töten. Dies schließt das Recht auf gerechtfertigte Selbstverteidigung von Individuen und Gemeinschaften nicht aus.

Artikel 6: Streitigkeiten zwischen Staaten, Gruppen oder Individuen sollen ohne Gewalt ausgetragen werden. Keine Regierung darf Akte des Völkermords oder des Terrorismus tolerieren oder sich daran beteiligen, noch darf sie Frauen, Kinder oder irgendwelche andere zivile Personen als Mittel zur Kriegsführung missbrauchen. Jeder Bürger und öffentliche Verantwortungsträger hat die Pflicht, auf friedliche, gewaltfreie Weise zu handeln.

Artikel 7: Jede Person ist unendlich kostbar und muss unbedingt geschützt werden. Schutz verlangen auch die Tiere und die natürliche Umwelt. Alle Menschen haben die Pflicht, Luft, Wasser und Boden um der gegenwärtigen Bewohner und der zukünftigen Generationen willen zu schützen.

Gerechtigkeit und Solidarität

Artikel 8: Jede Person hat die Pflicht, sich integer ehrlich und fair zu verhalten. Keine Person oder Gruppe soll irgend eine andere Person oder Gruppe ihres Besitzes berauben oder ihn willkürlich wegnehmen.

Artikel 9: Alle Menschen, denen die notwendigen Mittel gegeben sind, haben die Pflicht, ernsthafte Anstrengungen zu unternehmen, um Armut, Unterernährung, Unwissenheit und Ungleichheit zu überwinden. Sie sollen überall auf der Welt eine nachhaltige Entwicklung fördern, um für alle Menschen Würde, Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Artikel 10: Alle Menschen haben die Pflicht, ihre Fähigkeiten durch Fleiß und Anstrengung zu entwickeln; sie sollen gleichen Zugang zu Ausbildung und sinnvoller Arbeit haben. Jeder soll den Bedürftigen, Benachteiligten, Behinderten und den Opfern von Diskjriminierung Unterstützung zukommen lassen.

Artikel 11: Alles Eigentum und aller Reichtum müssen in Übereinstimmung mit der Gerechtigkeit und zum Fortschritt der Menschheit verantwortungsvoll verwendet werden. Wirtschaftliche und politische Macht darf nicht als Mittel zur Herrschaft eingesetzt werden, sondern im Dienst wirtschaftlicher Gerechtigkeit und sozialer Ordnung.

Wahrhaftigkeit und Toleranz

Artikel 12: Jeder Mensch hat die Pflicht, wahrhaftig zu reden und zu handeln. Niemand, wie hoch oder mächtig auch immer, darf lügen. Das Recht auf Privatsphäre und auf persönliche oder berufliche Vertraulichkeit muss respektiert werden. Niemand ist verpflichtet, die volle Wahrheit jedem zu jeder Zeit zu sagen.

Artikel 13: Keine Politiker Beamte, Wirtschaftsführer, Wissenschaftler, Schriftsteller oder Künstler sind von allgemeinen ethischen Maßstäben entbunden, noch sind es Arzte, Juristen und andere Berufe, die Klienten gegenüber besondere Pflichten haben. Berufsspezifische oder andersartige Ethikkodizes sollen den Vorrang allgemeiner Maßstäbe wie etwa Wahrhaftigkeit und Fairness widerspiegeln.

Artikel 14: Die Freiheit der Medien, die Öffentlichkeit zu informieren und gesellschaftliche Einrichtungen wie Regierungsmaßnahmen zu kritisieren — was für eine gerechte Gesellschaft wesentlich ist —, muss mit Verantwortung und Umsicht gebraucht werden. Die Freiheit der Medien bringt eine besondere Verantwortung für genaue und wahrheitsgemäße Berichterstattung mit sich. Sensationsberichte, welche die menschliche Person oder die Würde erniedrigen, müssen stets vermieden werden.

Artikel 15: Während Religionsfreiheit garantiert sein muss, haben die Repräsentanten der Religionen eine besondere Pflicht, Äußerungen von Vorurteilen und diskriminierende Handlungen gegenüber Andersgläubigen zu vermeiden. Sie sollen Hass, Fanatismus oder Glaubenskriege weder anstiften noch legitimieren, vielmehr sollen sie Toleranz und gegenseitige Achtung unter allen Menschen fördern.

Gegenseitige Achtung und Partnerschaft

Artikel 16: Alle Männer und alle Frauen haben die Pflicht, einander Achtung und Verständnis in ihrer Partnerschaft zu zeigen. Niemand soll eine andere Person sexueller Ausbeutung oder Abhängigkeit unterwerfen. Vielmehr sollen Geschlechtspartner die Verantwortung für die Sorge um das Wohlergehen des anderen wahrnehmen.

Artikel 17: Die Ehe erfordert — bei allen kulturellen und religiösen Verschiedenheiten — Liebe, Treue und Vergebung, und sie soll zum Ziel haben, Sicherheit und gegenseitige Unterstützung zu garantieren.

Artikel 18: Vernünftige Familienplanung ist die Verantwortung eines jeden Paares. Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern soll gegenseitige Liebe, Achtung, Wertschätzung und Sorge widerspiegeln. Weder Eltern noch andere Erwachsene sollen Kinder ausbeuten, missbrauchen oder misshandeln.

Schluss

Artikel 19: Keine Bestimmung dieser Erklärung darf so ausgelegt werden, dass sich daraus für den Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht ergibt, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung vorzunehmen, welche auf die Vernichtung der in dieser Erklärung und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 angeführten Pflichten, Rechte und Freiheiten abzielen.

Eine Meldung – zwei Headlines

Kategorie: Allgemein — am Dienstag, 6.Februar 2007 um 22:24 Uhr

Selektive Wahrnehmung bei Journalisten: Oder wie sind folgende Headlines von der gleichen? Pressekonferenz zu deuten?

googlenews060207

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