“Wehrhafte Demokratie wagen” falsch zitiert.

Leider wurde mein Artikel “Wehrhafte Demokratie wagen” in den letzten Tagen in falschen Zusammenhängen zitiert und inhaltlich mißbraucht, so dass ich ihn vorläufig nur noch auf “Bestellung” per e-mail in kommentierter Fassung nicht mehr verschicke.

mlochmann@arcor.de

Sinnfrage

Kategorie: Lyrik — am Mittwoch, 24.Mai 2006 um 03:20 Uhr

Frage nicht nach dem Sinn des Lebens.
Lebe es, und du wirst ihn finden.

Was der Stern nicht schreibt

Kategorie: Essay — am Mittwoch, 17.Mai 2006 um 18:24 Uhr

Schön, dass man seine Sätze in einer großen deutschen Zeitschrift wiederfindet. Schade nur, dass sie völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind. Und schade nur, dass man als Leser nur die halbe, falsche Wahrheit erfährt.

Was ist passiert? Ich habe im Februar im Zuge des Karikaturen-Streits einen Diskussionsbeitrag in einem Forum gepostet und auf meiner Homepage veröffentlicht. Der Beitrag war hart formuliert und mit zynischen Überhöhungen angereichert, wie man das in Netz-Foren bekannterweise öfter zu lesen bekommt.

Dann haben einige Funktionäre des Bundesverbandes der Liberalen Hochschulgruppen (u.a. der ehemalige Bundesvorsitzende Martin Hörig) diesen Text in ihrem internen Forum verbreitet. Dies um den Landesverband Baden-Württemberg zu schwächen und mich von dort auszuschließen. Hintergrund: Der Rücktritt des ehemaligen Landesvorsitzenden Alexander Stirzel aufgrund eines von der LHG-BW beschlossenen Antrages zum Thema “Tragen von religiösen Symbolen an Schulen”.

Danach spielt man den Forumsbeitrag an den Stern-Redakteur Markus Grill. Der wiederum veröffentlicht aus einem Drei-Seiten-Beitrag zwei Sätze, meinen Namen und meine berufliche Position.

Neues aus Absurdistan

Kategorie: Essay — am Montag, 15.Mai 2006 um 22:18 Uhr

Stellen Sie sich vor, sie haben eine Meinung. Stellen Sie sich weiter vor, sie wollen diese auch kund tun. Dann stellen sie sich ein freies Land vor, in dem ein Verfassungsartikel ihr Recht schützt, Ihre Meinung zu äußern und zu verbreiten. Dann stellen Sie sich noch ein technisches Medium vor, welches Ihnen ermöglicht, alles zu publizieren, was sie wollen.

So weit, so gut. Alles klar, denken Sie, und veröffentlichen ihren Text. Gedacht als Diskussionsanregung. Oder zum Schmunzeln. Zum Aufregen. Zum wütend sein. Zum Heulen. Oder einfach nur so. Kein Problem, sollte man meinen. Soll den Text doch lesen, wer will, und sich seine eigene Meinung bilden.

Doch halt! Haben Sie einen Arbeitgeber? Einen Geschäftspartner? Sind Sie Mitglied in einem Verein? Gar in einer Partei? Haben sie gar eine seltene, neue, eine nicht-mehrheitsfähige, streitbare oder gar radikale Position? Dann stopp! Sie können, leider, leider, Ihren Text doch nicht veröffentlichen. Oder aber wenn Sie das tun, werden Sie mit Berufsverbot bedroht, mit Ausschluß aus Ihrem Verein, oder noch schlimmer: Sie sind gleich subversiv und (rechts-)radikal.

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