aus Das Dritte Kind, 2002

Und da sah ich sie sitzen, mit ihren kleingeistigen Gesichtern; den beißenden Qualm ihrer billigen Zigaretten inhalierend. In vermeintlicher Lässigkeit, im Leichtsinn ihrer blühenden Jugend, in ihren Augen das glänzende, glitzernde Wollen eines noch nicht gewordenen Geistes. Auch die Unwissenden, so schien es, konnten in diesem Moment das Unaussprechliche des Zaubers spüren. Den schrecklichen Preis dieses Zaubers konnten sie jedoch nur ahnen, sie, die einfachen, aber nicht kennen. Den Preis des Zaubers der großen und wahren Liebe, der Bestimmung, des Karmas, des Schicksals und der Ergebung, des immerwährenden Wunders zwischen Hera und Zeus, des Kampfes zwischen Finsternis und Licht, zwischen Himmel und Erde, zwischen Mann und Frau; des Zaubers der meine Seele mit pulsierenden Leben so schmerzhaft erfüllte, eines Zaubers dessen wahre Herkunft nun mein Zuhause geworden war…(Das Dritte Kind, 2002)

Meine Tochter bloggt…..

Kategorie: Essay — am Dienstag, 12.August 2008 um 17:54 Uhr

Das Blog meiner Tochter findet ihr hier:

http://ansi-peace.blogspot.com/´

Viel Spass!

Vom Verhältnis zur Schönheit

Kategorie: Essay — am Mittwoch, 25.Juni 2008 um 06:07 Uhr

Was ist Schönheit? Ein Erklärungsversuch.

Die Schönheit ist allem Seienden immanent, sie ist ein elementarer Bestandsteil des erzeugenden Gedankens. Die Schönheit ist also aller Dinge Eigenschaft – sie ist qua Geburt in allem und jedem vorhanden. Das nenne ich objektive Schönheit.

Als Subjekt jedoch beginnen wir Menschen das Schöne erneut zu erlernen – von außen. Durch Eltern und Schule, Freunde und Kultur schaffen wir in uns ein Bild der Schönheit, welches nur ein abstraktes, gelerntes, gefiltertes und unvollständiges Abbild der natürlichen Schönheit ist. Das nenne ich subjektive Schönheit.

Unser Geist ist des Wahren schöner Spiegel. Und unser Verstand ist dessen Verzerrung.

Bevor wir meinen, das vermeintlich Schöne erkennen zu können, betrachten wir es zunächst mit großem Staunen: der rote Spielball des Kindes, Mutters runde Augen, die Helligkeit der Sonne, die Bläue des Himmels. Die Phase des Staunens ist die einer naiven Ästhetik und Weltsicht. Sie ist verzerrt in der Wahrnehmung, dabei aber wertfrei und ungefährlich. Es ist die kindliche Schönheit, die man bestaunt.

Zukunftsdisplays

Kategorie: Essay — am Freitag, 9.Mai 2008 um 00:00 Uhr

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