…aus einer Email an einen Freund

Ich versuche nun, die Mitte zu finden und ein wenig innere Ruhe. Nach der Erkenntnis des materiell Endlichem, des menschlich Unzureichendem und des geistig Verfallendem bleibt nur das Erleben des Augenblicks als sinnstiftendes Element zur Erreichung des temporären Gefühls, welches uns an das Glücklichsein erinnern lässt….(mcl)

und passend dazu die Tage gefunden (30.10.07):
Ich habe die friedlichste Gesinnung. Meine Wünsche sind: eine bescheidene Hütte, ein Strohdach, aber ein gutes Bett, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der Tür einige schöne Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glücklich machen will, lässt er mich die Freude erleben, dass an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden. Mit gerührtem Herzen werde ich ihnen vor ihrem Tode alle Unbill verzeihen, – die sie mir im Leben zugefügt – ja, man muß seinen Feinden verzeihen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt werden.
(H. Heine, Gedanken und Einfälle)

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